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Sonntag, 7. Juli 2019

Wie einfach ist es wirklich?

YOU DESERVE THIS VON PAMELA REIF

Pamela Reif gehört wohl zu den Influencern die man wohl oder übel schon einmal gesehen hat, wenn man immer Mal auf Instagram ist. Die zweiundzwanzig jährige Deutsche ist Fitnessinfluencerin und ist mit ihren Rezepten und Workouts weltweit bekannt geworden. Vor wenigen Wochen hat sie ihr zweites Buch You Deserve This bei Community Editions veröffentlicht. Sie selbst beschreibt ihre Rezepte so, dass sie jeder mit herkömmlichen Zutaten nach machen kann und genau das werde ich heute testen.


Doch bevor ich mit dem Test beginne kommen noch die allgemeinen Fakten:

You Deserve This - Bowl Kochbuch
von Pamela Reif
Veröffentlicht wurde es am 31. Mai 2018 bei Community Editions.
Es hat 223 Seiten wobei 150 Seiten aus Rezepten bestehen. Die ersten knapp 60 Seiten schreibt sie über Lebensmittelwissen. Sie stellt verschiedene Lebensmittel vor, nennt ihre Alternativen für "ungesunde", teilt ihre Einkaufsliste und gibt Ernährungstipps.
Das Buch ist ein Hardcover und kostet 20,00 Euro.
Erwerben kannst du es hier: Amazon / Thalia / Verlag

REZEPT EINS:
Salted-Caramel-Brownie-Bowl mit Rawnola

Ein Rezept, welches mich wirklich von Minute eins weg begeistert hat war die Salted-Caramel-Brownie Bowl mit dem Rawnola. Dieses Rawnola ist ebenfalls ein Rezept im Buch, doch da ich für diese Bowl schon mehrere Anläufe gebraucht habe, dachte ich mir, gebe ich normales Granola drüber. An sich ist diese Bowl wirklich in wenigen Minuten gemacht, wenn man nur das Rezept richtig liest. Später mehr dazu.

Die Zutaten:
1 entsteinte Dattel
1 gefrorene Banane (circa 85 bis 100g)
150ml Pflanzenmilch (ich habe Mandelmilch genutzt)
2 TL Haselnussmus
2 TL Backkakao 
Vanille, Salz 1 TL Zimt

Für das Topping:
1/2 Banane
Granola
Haselnussmus 
Schoki

Wie schon erwähnt habe ich für diese Bowl nicht nur einen Anlauf gebraucht, sondern ganze drei Stück. Aber warum? Hätte ich das Rezept vor dem ersten Tag richtig gelesen, hätte ich gewusst, dass ich eine gefrorene Banane benötige und keine frische, somit viel Versuch eins schon einmal ins Wasser. Am zweiten Tag hatte ich dann die Banane, doch was fehlte? Dass Haselnussmus. Gut, ich hatte Erdnuss zuhause, aber da Pamela meinte, dass das Mus aus Haselnüssen den Geschmack macht, habe ich es selbst gemacht. Das Rezept dazu findet ihr etwas weiter unten. Jedoch hatte ich nicht erwartet, dass die Herstellung so lang dauert. Doch es hat sich gelohnt, dass selbstgemachte Mus ist unendlich lecker. Nur war das Licht für das Foto mittlerweile so schlecht, dass ich die Herstellung nochmal verschieben musste. Tag drei. Ich hatte nun das Mus, die gefrorene Banane und habe gerade begonnen, als ich bemerkt habe, dass die Dattel fehlt. Naja, auch ohne Dattel und mit Kokosblütenzucker als Ersatz war die Bowl super lecker.

Beachtest du all meine Fehler, sollte dir diese Bowl auch gleich beim ersten Versuch gelingen. Die Herstellung ist wirklich super easy. Die Banane wird zusammen mit dem Kakao, der Dattel (oder meinem Kokosblütenzucker), dem Haselnussmus und der Milch im Mixer zerkleinert. Das dauert auch wirklich nur wenige Sekunden. Dann noch die Gewürze rein, die Pamela im Buch als sehr wichtig beschreibt hinzufügen und fast ist die Bowl fertig. Da sie mir zu flüssig war, was auf jeden Fall zu beachten ist, habe ich sie noch für 30 Minuten in den Froster gestellt. Und fertig war sie. Noch dekorieren und schon ging es zum Geschmackstest.

Nun kommt noch für dich mein Rezept für das super leckere Haselnussmus. Ich habe 200g Haselnüsse in einer Pfanne geröstet, bis die braune Schale etwas dunkel war und sich leicht von der eigentlichen Nuss lösen ließ. Die Schale könnt ihr natürlich auch dran lassen, aber ich mag die immer nicht so gern. Wichtig ist es dann die Nüsse komplett auskühlen zu lassen, bevor sie in den Mixer kommen. Nachdem sie abgekühlt sind, habe ich sie zu einem Nussmehl verkleinert. Schaut aber auch hier, dass die Nüsse nicht zu heiß werden und auch euer Mixer nicht überhitzt. Zusätzlich habe ich noch Salz zu den Nüssen gegeben und etwas Tonkabohne. Püriert werden die Nüsse so lang, bis ihr eine cremige Masse bekommt, bei welcher sich das Fett der Nüsse leicht absetzt. Der Zeitaufwand für das Mus ist nur leider ziemlich hoch. Die zwei Stunden haben sich bei dem leckeren Ergebnis aber gelohnt.



Nach dem Foto ging es dann endlich ans probieren. Aus dem Mixer hatte ich die Schokobowl schon kurz probiert, konnte mir aber noch kein richtiges Bild über das Ganze machen. Doch als ich dann den ersten Löffel richtig probiert habe, kam bei mir sofort ein wow auf. Die Bowl schmeckt wirklich super lecker und macht auch fürs Auge einiges her. Die Geschmackskomponente mit dem Nussmus und der Schokolade ist wirklich göttlich. Zu Beginn dachte ich erst, dass man die Banane sehr heraus schmecken wird, tut man aber kein bisschen. Das dieses Rezept wirklich gesund ist, konnte ich auch nicht wirklich glauben, da es einfach zu gut schmeckt, aber wirklich, es sind nur "gute" Zutaten drin.
Macht diese Bowl nach. Die ist wirklich unmenschlich lecker!!!

REZEPT ZWEI:
Keksteig-Creme

Welches kleine Kind hat es nicht geliebt Teig aus der Schüssel zu naschen, wenn Mama gerade nicht hinschaut? Gib es zu, du warst genauso ein Kind wie ich. Als es dann aber den Trend mit dem zu kaufenden Cookie Dough gab, bin ich auch sofort aufgesprungen. Klar ist es also, dass ich diese Keksteig-Creme jetzt einfach probieren muss.

Die Zutaten:
75g Kichererbsen
40g Banane
15g Nussbutter
3-4 EL Wasser
Vanille, Salz
10g vegane Schoki
Süßungsmittel nach Wahl (ich habe Agavendicksaft verwendet)

Ich bin also los in den nächsten Supermarkt und habe alle Zutaten besorgt. Die Kichererbsen, die Banane und auch die Schokolade (ich habe normale genommen, da ich nicht vegan lebe) habe ich auch recht schnell gefunden. Jedoch steht in Pamelas Buch etwas von Haselnussbutter, die ich leider nicht gefunden habe. Da ich zuhause noch Erdnussmus hatte, habe ich auf dieses zurück gegriffen.
Dann also ab nach Hause.

Die Kichererbsen aus dem Glas, abspülen, mit der Banane und der Nussbutter mixen. Wasser dazu, bis die Masse cremig ist und mit Vanille, Salz und dem Süßungsmittel (ich habe Kokosblütenzucker verwendet) abschmecken. Schoki zerhacken, einrühren und ab in den Kühlschrank.


Nach einer Stunde (eventuell war es nicht mal ganz eine Stunde) habe ich die creme wieder raus genommen. Spontane habe ich mich dann noch für ein ganzes Müh mehr Schoki entschieden, da Cookie Dough in meinem Sinne mit viiiiiiiiieeeeeel Schokolade sein muss. Nach dem garnieren ging es dann schnell zum Foto und zum probieren. Du glaubst gar nicht wie skeptisch ich war, als ich es probiert habe. Im ersten Moment musste ich mich erstmal an den Geschmack und die Konsistenz gewöhnen. Aber mit jedem weiteren Löffel fand ich die Creme immer besser und kann jetzt meine Empfehlung aussprechen.
Das Einzige, was ich etwas nervig empfand war die Kühlzeit, aber sonst TOP!

WIE IST DER REST DES BUCHES?

Auch der Rest des Buches ist wirklich sehenswert. Das Gesamte Buch ist mit sehr viel Liebe zum Detail erstellt wurden und ist wirklich super geeignet, für alle die das Kochen und Backen lieben, sich gesünder ernähren wollen, oder einfach nur nach Inspiration suchen.

Vor allem die ersten Seiten des Buches sind super gut gemacht. Pamela erklärt nicht nur, warum Bowls, sondern auch all die Dinge die mit unserem Essen zu tun haben. Sie stellt im Teil Lebensmittelwissen nicht nur ihre Lieblingsprodukte in den Kategorien: Obst, Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchte, Milch & Alternativen, Fette & Öle, Zucker und Co vor, sondern sie schreibt auch, warum man all das zu sich nehmen sollte. Auch eine vollständige Einkaufsliste findet man in diesem Buch. Ich glaube sogar, dass sie alle Zutaten die man für alle Rezepte benötigt hier aufgeschrieben hat.

Nach den ersten knapp 65 Seiten geht es dann endlich mit Rezepten fürs Frühstück los. In der Kategorie findet man nicht nur Porridge, wie man wenn man das Wort gesunde Ernährung hört, vielleicht annehmen könnte. Auch ein Milchreisrezept und diverse Rühreirezepte haben ihren Platz gefunden. 

Die Smoothiebowls, die die zweite Kategorie darstellen, haben sich zu meinen Lieblingen geschlichen. Ob eine super leckere Açaibowls  oder ausgefallene Bowls mit Süßkartoffel, Zucchini und Kürbis, hier findet glaub ich jeder ein Rezept. Auch meine liebste Salted-Caramel-Brownie-Bowl gibt es hier zu finden.

Von den Dinner und Lunch Bowls, habe ich bis jetzt leider noch keine probieren können. Das muss ich aber ganz dringend einmal nachholen. Auch in dieser Kategorie ist wohl für jeden etwas zu finden. Vegetarisch oder Vegan? Gibt es. Mit Fleisch? Gibt es ebenfalls. Auch Salate oder zu Kuchen verarbeitetes Gemüse, Ofengemüse, Suppen und Nudeln sind Teil dieser Kategorie. Für mich persönlich war das schon eine Überraschung, da ich mit reinen Gemüserezepten gerechnet habe.

Auch die vierte Kategorie die Sweet Bowls finde ich einfach genial. Die Keksteigcreme, die ich euch vorgestellt habe, ist auch aus dieser Kategorie. Aber auch die echt leckeren Nicecreme Sorten oder der göttliche Kokos-Bananen-Kuchen sind hier zu finden. Ich glaube wirklich, dass jeder bei sowas nicht nein sagen kann.

Wer Pamela schon länger verfolgt weiß, Pommes dürfen nicht fehlen, und diese sind in der letzten Kategorie Sides zuhause. Auch die Pommes sind super lecker. Aber auch Hummus, Pesto und selbstgemachten Müsli, welches sie als Rawnola betitelt finden ihren Platz.

Alles in allem muss man sagen, dass sich das Buch von Pamela wirklich lohnt, wenn man etwas gesünder kochen und leben möchte. Für mich stellt es eine super Ergänzung zu meinen anderen Rezepten dar. Und wenn ich einmal wirklich ehrlich bin, möchte ich es nicht mehr missen, vor allem weil man bei den Rezepten eben nicht viel falsch machen kann. 

You Deserve this von Pamela Reif bekommt also 5 von 5 Sternen


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